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Gemeinde Jetzendorf  |  E-Mail: poststelle@jetzendorf.de  |  Online: http://www.jetzendorf.de

Entwicklung der Baulandpreise

Innerhalb der Gemeinde Jetzendorf, wie auch in vielen anderen Kommunen in Bayern, ist die Entwicklung der Baulandpreise ein ständig präsentes Thema. Durch den enormen Wohnungsdruck in Südbayern sowie im Einzugsbereich der Großstädte München, Ingolstadt und Augsburg bekommen auch wir die Preisexplosion für Baugrund deutlich zu spüren. Der Markt ist nicht annähernd in der Lage die enorme Nachfrage zu decken und so werden für Bauland Verkaufspreise aufgerufen, die noch vor ein paar Jahren unvorstellbar waren.

Diese Entwicklung ist für uns alle nicht positiv und die Finanzierbarkeit von Wohnraum wird für den „Normalverdiener“ immer schwieriger bzw. nicht mehr machbar. Die Steuerung der Preisentwicklung durch die Städte und Gemeinden ist leider nur in geringem Umfang möglich, da diese keinen Einfluss auf private oder unternehmerische Grundstücksverkäufe haben und hier eben Angebot und Nachfrage den Preis bestimmen.

Um dem Preisdruck entgegenzuwirken und unseren einheimischen Familien eine Wohnraumfinanzierung zu ermöglichen, haben wir im Neubaugebiet „Ilmblick“ unser „Einheimischen-Bauland-Modell“ angewandt. So konnten wir vielen Familien ein Baugrundstück, zu deutlich günstigeren Konditionen als derzeit auf dem Markt vorherrschen, zuteilen. Für die Zukunft müssen wir uns weiter darauf konzentrieren, Mittel und Wege zu finden, finanzierbaren Wohnraum zu schaffen. Auch bei uns im ländlichen Raum muss der Fokus hier auf dem Wohnungsbau für alle Generationen liegen. Aus meiner Sicht wird aber trotz allen Anstrengungen auch in den nächsten Jahren der Bedarf in unserer Region nicht zu decken sein. Ein Grundstücksankauf zu „normalen“ Konditionen ist kaum mehr möglich, was eine Voraussetzung für die Schaffung von günstigem Wohnraum wäre und eine überzogene Ausweisung von Baugebieten bzw. der Bau von Wohnungen würde zu einer Überlastung der Infrastruktur und der sozialen Gemeinschaft führen. Dies gilt es zu vermeiden und das Wachstum, trotz des enormen Drucks, auf ein verträgliches Maß zu begrenzen.

Zu einer Entlastung für unsere Region und andere Ballungsgebiete wäre es meiner Meinung nach zwingend notwendig, dass andere Regionen in denen Leerstand und Abwanderung an der Tagesordnung sind, wiederbelebt werden. Das Wachstum muss in Deutschland besser verteilt werden, da ansonsten der süddeutsche Raum und andere Ballungszentren einen Kollaps erleben werden. Wenn hier nicht deutlich und schnell reagiert wird, werden wir in der Region München Verhältnisse erleben, wie wir sie aus Los Angeles oder Tokio kennen, wo man einige Stunden braucht, um durch die Stadt zu kommen und wo Wohnraum selbst durch Gutverdiener nicht mehr zu finanzieren ist.

Zur Entwicklung der Baulandpreise wurde vor einigen Wochen auch die Bodenrichtwertliste für unseren Landkreis vorgestellt. Im Rahmen der Veröffentlichung kam es in einem Presseartikel zu deutlicher Kritik, von Hr. Hasse, Landratsamt Pfaffenhofen a.d.Ilm, an unserer Gemeinde. Es wurde von Fehlentwicklung gesprochen und Informationen nicht richtig wiedergegeben. Nach mehreren Gesprächen mit Hr. Hasse und verschiedenen Artikeln in der Presse wurde der Sachverhalt leider weiterhin nicht treffend dargestellt und deshalb hatte sich der Gemeinderat dazu entschlossen einen Leserbrief im Pfaffenhofener Kurier zu veröffentlichen. Dieser Brief wurde vom Kurier leider nicht abgedruckt und aus diesem Grund möchten wir Ihnen den Brief des Gemeinderats hier zur Verfügung stellen.

 

Manfred Betzin

1. Bürgermeister

 

 

 

 

Leserbrief des Gemeinderates Jetzendorf zu dem Artikel „Tendenz steigend“ im Pfaffenhofener Kurier vom 27.06.2017

In dem Artikel wird der Kreisbaumeister dahingehend zitiert, er könne kaum glauben, was in Jetzendorf mit den Baulandpreisen los gewesen sei und dass dies nicht zuletzt auf „gewisse Verfehlungen“ zurück zu führen sei. Dabei wird impliziert, dass die Gemeinde Jetzendorf Bauland „an falscher Stelle“ ausgewiesen habe, nämlich dort, wo es abschüssig und der Untergrund für die Erschließung nicht optimal sei. Der Gemeinderat wäre zur „Kunst“ der angemessenen Baulandausweisung unfähig gewesen.

Diesen Vorwurf möchte der gesamte Gemeinderat nicht hinnehmen.

Zunächst ist darauf hinzuweisen, dass die Gemeinde im Ilmtal gelegen ist, mit den entsprechenden speziellen topographischen natürlichen Gegebenheiten. Nachdem es richtigerwiese nicht gewünscht ist, im Flusstal jedenfalls bis zur Überschwemmungsgrenze, zu bauen verbleiben im Wesentlichen nur die Hanglagen für ein neues Baugebiet.

Mit Befremden hat der Gemeinderat auch zur Kenntnis genommen, dass der Kreisbaumeister in seiner beruflichen Funktion sich hier zu einer politischen Entscheidung des Gemeinderates positioniert. Die Entscheidung, ob und wo Bauland ausgewiesen wird fällt in die ureigenste Zuständigkeit eines Gemeinderates im Rahmen der kommunalen Selbstverwaltung. Anzumerken ist im Übrigen, dass seitens des Landratsamtes keine grundsätzlichen Einwendungen gegen den - dort selbstverständlich vorgelegten - Bebauungsplan erhoben wurden.

Richtig ist, dass die Immobilienpreise, v.a. in den letzten zwölf Monaten, erheblich angezogen haben, allerdings nicht nur in Jetzendorf. Völlig unberücksichtigt ist jedoch geblieben, dass die Gemeinde Jetzendorf, im Bewusstsein ihrer sozialen Verantwortung, im Rahmen des Bebauungsplanes ein Einheimischenmodell umgesetzt hat. In diesem Einheimischenmodell wurde knapp die Hälfte der Bauplätze an Familien zu erheblich vergünstigten Quadratmeterpreisen vergeben (um etwas über der Hälfte des vom Kreisbaumeister genannten Betrages auf dem freien Markt und damit in etwa in der Spanne der vom Kreisbaumeister als Vorbild genannten Gemeinde Ernsgaden).

Auch der Vorwurf, die Erschließungskosten wären, eben wegen der Hanglage, nicht angemessen, entbehrt jeder Grundlage. Die Erschließungskosten beliefen sich auf rd. € 110/qm. Hier hat jede Gemeinde (und auch Bauherren) mit stetig steigenden (Bau-)Preisen zu kämpfen. Eine Hanglage bedeutet dabei nicht automatisch hohe Erschließungskosten, auch hier bestimmen Angebot und Nachfrage den Preis. Wirtschaftliche Erschließung bedeutet eben auch, dass durch solide Erschließung unliebsame Überraschungen ein paar Jahre später ausgeschlossen werden.

Der Jetzendorfer Gemeinderat ist daher nach wie vor der absoluten Überzeugung, dass die Erschließung eines hochqualitativen Standortes gelang - nicht umsonst heißt das Baugebiet „Ilmblick“ - (und nicht wie im Artikel angegeben „Ilmgrund“) und verwahrt sich entschieden gegen den Vorwurf, unfähig gewesen zu sein, angemessenes Bauland auszuweisen.

 

 

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Ansicht des Rathauses Jetzendorf mit Sitz der Gemeindeverwaltung

Gemeinde Jetzendorf

Poststr. 1
85305 Jetzendorf
Tel.: 08137 9301-0
Fax: 08137 9301-22
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Mitteilungsblatt Oktober 2017

Mitteilungsblatt vom Oktober 2017

Nachfolgend können Sie das Jetzendorfer Mitteilungsblatt als PDF-Dokument ansehen.

Wasserzählerablesung

Wasserzähler

Zählerwechsel im Gemeindebereich

Derzeit müssen in unserem Gemeindebereich lt. Eichgesetz turnusmäßig die Wasserzähler gewechselt werden. Bitte beachten Sie den folgenden Hinweis.

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